Ivan Chai
Das langsame Fermentieren der Weidenröschenblätter und -blüten lohnt sich und eröffnet eine milde, duftige Alternative zum klassischen Schwarztee.
Inhalt
Zutaten
Aufguss (1 Tasse)
2–3
Teelöffel
Ivan Chai
200
ml
heisses Wasser (10–15 Minuten)
Zubereitung
Sammeln und Fermentieren
01
Eine beliebige Menge Blätter und Blüten des Weidenröschens sammeln. Den Stängel stehen lassen, so wächst die Pflanze weiter.
02
Blätter und Blüten waschen und in der Salatschleuder gut trockenschleudern. Dann die Pflanzenteile fest in ein Glas drücken und für 10 – 20 Stunden stehen lassen
03
Pflanzenteile aus dem Glas nehmen, in eine Glasschüssel geben (keine Metallschüssel verwenden) und von Hand gut durchkneten. So werden die Zellwände der Pflanze aufgebrochen und der Fermentationsprozess kann beginnen.
04
Die Glasschüssel mit einem feuchten Tuch abdecken und bei Zimmertemperatur 6 – 8 Stunden fermentieren lassen. Die Pflanzenteile schmecken danach leicht süsslich und nicht mehr nach frisch geerntetem Gras.
05
Die fermentierten Pflanzenteile nun vollständig trocknen. Entweder flach ausgelegt auf einem Backblech an der Sonne oder im Dörrautomaten bei 50 °C. Je nach Menge dauert das ca. 6 – 8 Stunden.
06
Wenn alles vollständig getrocknet ist, sieht der fertige Ivan Chai ähnlich wie schwarzer Tee aus.
Lagern
01
In einem verschlossenen Glas, dunkel und trocken aufbewahren.
Rezeptvideo
Über die Autoren
Mirko Buri kreiert seit 2022 Rezepte für den Kräuternewsletter der EGK. Der ehemalige Gault-Millau-Koch ist Begründer von FOODOO, dem Verarbeiter von aussortiertem Gemüse, das sich im Grosshandel nicht rentabel vermarkten lässt. Vom Food-Waste-Pionier erschienen ist unter anderem das Kochbuch «Restenlos glücklich».
Bis März 2020 betrieb er mit «Mein Küchenchef» zudem das erste Anti-Food-Waste-Restaurant der Schweiz.
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