Eichelmehl
Wer gerne Neues ausprobiert, verwandelt einen Fund aus dem Wald Schritt für Schritt in eine überraschend vielseitige Zutat.
Inhalt
Zutaten
Für 500 g Eichelmehl
1
kg
Stieleicheln
4
l
Wasser
1
TL
Natron
Brotteig
500
g
Eichelmehl
500
g
Weizenmehl
25
g
Hefe
1
TL
Salz
2
EL
Olivenöl
8
dl
Wasser
Zubereitung
01
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die gesammelten Eicheln auf ein Backblech verteilen und während 15 Minuten im Backofen rösten.
02
Die gerösteten Eicheln auskühlen lassen und anschliessend die aufgesprungene Schale entfernen.
03
Die geschälten Eicheln in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser bedecken. Natron beigeben und gut umrühren. Nun werden während 24 h die Bitterstoffe durch das Wässern entzogen. Am nächsten Tag die braune Flüssigkeit abgiessen und mit frischem Wasser auffüllen. Weitere 24 h einweichen. Zur Information: Durch die Zugabe von Natron kann ein Tag des Wässerungsprozesses eingespart werden.
04
Am zweiten Tag kann das Wasser abgeschüttet werden und nun werden die Eicheln im Dörrautomaten für 12 h bei 70 °C getrocknet.
05
In einem Standmixer oder einer Kaffeemühle, können Sie nun zu feinem Mehl gemahlen werden.
Brot
01
Bei der Brotherstellung empfehle ich 50% Eichelmehl und 50% Weizenmehl zu verwenden. So hat das Brot am Schluss auch genug Kleber und es hält gut zusammen. Ansonsten bleibt die Brotzubereitung genau gleich wie bei jedem anderen Brotteig.
Tipp
Wer keine Lust auf ein Brot mit Eichelmehl hat, kann sich die getrockneten Eicheln auch in die Kaffeemaschine geben und einen Eichelkaffee zubereiten. Meine Empfehlung ist auch hier ein Verhältnis von 50 % Eicheln und 50 % Kaffeebohnen zu verwenden.
Rezeptvideo
Über die Autoren
Mirko Buri kreiert seit 2022 Rezepte für den Kräuternewsletter der EGK. Der ehemalige Gault-Millau-Koch ist Begründer von FOODOO, dem Verarbeiter von aussortiertem Gemüse, das sich im Grosshandel nicht rentabel vermarkten lässt. Vom Food-Waste-Pionier erschienen ist unter anderem das Kochbuch «Restenlos glücklich».
Bis März 2020 betrieb er mit «Mein Küchenchef» zudem das erste Anti-Food-Waste-Restaurant der Schweiz.
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