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Humor und Lachen in der Therapie

Ist Lachen die beste Medizin? Lachen wir genug, um gesund zu bleiben?

Kinder bis zum Lebensalter von sechs Jahren produzieren – so Prof. Dr. med. Volker Faust von der Arbeitsgemeinschaft Psychosoziale Gesundheit – mehr als 400 Lacher pro Tag, wobei die verschiedenen Formen des Lachens vom Kichern, über das Wiehern bis hin zum Grölen beteiligt sind. Mit zunehmendem Alter geht diese statistische Lachkurve aber steil nach unten. Wir Erwachsenen haben – im Wert der Statistik betrachtet – nur noch durchschnittlich 15 Lacher pro Tag zu verzeichnen – wenn überhaupt gelacht wird. Frauen lachen aber doppelt so häufig wie Männer. Die Lebenserwartung der Frauen übersteigt die der Männer im Schnitt um sieben Jahre. Ist das ein Beleg für die gesundheitsfördernde Wirkung des Lachens? Lachen ist natürlich keine eigenständige Behandlungsmethode und kann und soll eine solche auch nicht ersetzen. Aber durch Humor und Lachen können bestimmte Begleitumstände erträglicher gemacht werden. Lachen kann in bestimmten Situationen durchaus eine Art Rettungshubschrauber sein, der uns aus der akuten Gefahrenzone bringt, der uns Distanz zumindest für Sekunden schenkt und das Kooperieren mit dem Unvermeidlichen etwas einfacher werden lässt. Lachen ist also – wie es Viktor Frankl einmal ausgedrückt hat – die «Waffe der Seele im Kampf um ihre Selbsterhaltung.»

Lernziele

Sie

  • erhalten einen Einblick in den gegenwärtigen Forschungsstand der Gelotologie, der Wissenschaft vom Lachen
  • erfahren, in welchen Situationen Humor und Lachen Heilung sinnvoll begleiten können
  • machen sich vertraut mit einfachen Übungen zur Humor- und Lachförderung in therapeutischen Settings. 

Voraussetzung: Therapeutische Grundlagen

Anmeldung: Erforderlich, beschränkte Teilnehmerzahl