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Offenes Buch, Mensch rennt darüber, Heidelbeeren kullern davon

Wiesen-Schaumkraut

(Cardamine pratensis)

Bettseicherli, Schaumkraut, Wiesenkresse, Wilde Kresse, Hungerblume – Kreuzblütler (Brassicaceae)

Verwendung in der Naturheilkunde

Das Wiesen-Schaumkraut wird im Volksmund unter anderem «Bettseicherli» genannt. Das deutet auf die harntreibende Eigenschaft hin und sollte deshalb mit Bedacht eingesetzt werden.

Die Pflanze ist, wie die verwandte Gartenkresse (Lepidium sativum), reich an Mineralien, Bitterstoffen, Senfölglykosiden und Vitamin C und kann ebenfalls stoffwechselanregend, appetitanregend, verdauungsfördernd und blutreinigend wirken. Diese Eigenschaften machen sie beliebt für vitalisierende Frühjahreskuren. Die Inhaltsstoffe können zudem die Leber und Galle anregen und so einen zusätzlichen positiven Effekt bewirken.

Ausserdem wird das Wiesen-Schaumkraut in der Volksheilkunde als schmerzlinderndes und krampflösendes Mittel eingesetzt. Es kann beispielsweise bei rheumatischen Beschwerden oder Krämpfen zur Linderung beitragen.

Vorsicht:

Das Wiesen-Schaumkraut sollte nur in kleinen Mengen und nicht zu häufig angewendet werden, da es den Magen und die Nieren reizen kann.

  • Bei Fragen zur Anwendung empfehlen wir Ihnen, sich an einen Naturarzt oder ausgewiesenen Drogisten zu wenden.

Verwendung in der Küche

Das Wiesen-Schaumkraut ist für die wilde Küche etwas ganz Besonderes. Es schmeckt intensiv würzig mit einer leichten Schärfe, die an Kresse erinnert. Es enthält unter anderem Senföle, die für den würzigen Geschmack verantwortlich sind. Diese Senföle können aber auch den Magen reizen und sollten deshalb nur in kleinen Mengen verzehrt werden.

Vom Wiesen-Schaumkraut kann man sowohl die Blätter als auch die Blüten verwenden. Bevor die Blüte erscheint, können bereits die jungen zarten Blätter gesammelt werden. Sie schmecken kresseartig bis leicht bitter und sind eine aromatische Zutat für verschiedenste Salate, Kräutersuppen, Aufstriche und Gemüsegerichte. Je älter die Blätter sind, desto bitterer werden sie.

Sobald die Blüten erscheinen, sind sie das bevorzugte Sammelgut. Sie entfalten eine zarte Schärfe und sind auch fürs Auge eine Wohltat. Sie können roh gegessen oder als farbliche und gleichzeitig geschmacksintensive Dekoration für herzhafte Gerichte verwendet werden. Neben der Dekoration können sie als Zutat auch Aufläufe, Pestos, Aufstriche, Suppen und Gemüsegerichte verfeinern. Zudem eignen sie sich auch hervorragend zum Aromatisieren von Öl, Essig oder Saucen und können helle Flüssigkeiten leicht rosa färben.

Die scharfen Samen enthalten einen hohen Anteil an Senfölen und können im Spätsommer als Pfefferersatz genutzt werden.

Wissenswertes

Im Frühling, zwischen März und Mai, ist das Wiesen-Schaumkraut in Mitteleuropa sehr häufig anzutreffen. Es kommt ebenfalls in Nordasien, Nordamerika, Korea und Japan vor. Die Schaumkräuter zählen in der Schweiz ungefähr 20 Arten. Sie gehören zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und besitzen alle vier Blütenkronblätter.

Der wissenschaftliche Gattungsname der Schaumkräuter heisst «Cardamine» und bedeutet «Kresse». Der Artname «pratensis» leitet sich vom lateinischen Wort «pratum», was «Wiese» bedeutet, ab. Somit heisst «pratensis» soviel wie «auf Wiesen wachsend».

Auf dem Wiesen-Schaumkraut ist teilweise der Schaum der Wiesenschaumzikade (Philaenus spumarius) zu finden. Diese Pflanzen sollten dann nicht gesammelt werden. Die Wiesenschaumzikade ist ca. 5 – 6 mm gross, lebt auf dem Wiesen-Schaumkraut und legt ihre Eier auf der Pflanze ab. Aus den Eiern schlüpfen die Larven, die den Saft der Pflanze aussaugen. Die Larven pumpen Luftbläschen in eine Flüssigkeit, welche sie ausscheiden – dadurch bildet sich der Schaum.

Das Wiesen-Schaumkraut wird meist zwischen 20 und 40 cm hoch. Es bildet eine grundständige Blattrosette mit unpaarig gefiederten Blättern. Diese sind mehr oder weniger kreisförmig, wobei die Endfieder etwas grösser ist. Die Blätter, die am Stängel entlang wachsen, sind wechselständig angeordnet, ebenfalls unpaarig gefiedert, aber die einzelnen Fiederblätter sind viel schmaler. Die vierzähligen, zart violetten Blütenkronblätter sind mit dunkleren Adern versehen. Die Blüten sind am Ende der Stängel traubig angeordnet. Nach der Blüte bilden sich die stabförmigen Schoten, welche die Samen enthalten.

Frühlingskartoffeln mit Dipp und Wiesenschaumkraut

Zutaten für 2 Portionen

Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten

Zutaten

  • 400 – 500 g Frühlingskartoffeln

  • 30 g Butter

  • 200 ml Wasser

  • 1 – 2 Zweige Rosmarin

  • 1 Knoblauch, in Scheiben geschnitten

  • Salz

 

Zutaten für den Dipp

  • 250 g ¾ Fett Bio Quark
  • 1 – 2 Blätter Bärlauch
  • Wiesenschaumkraut, Blüten und Blätter
  • 1 EL Sbrinz, gerieben
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Zubereitung

  1. Eine Bratpfanne auf mittlerer Hitze aufheizen

  2. Die Butter, Kartoffeln, den in Scheiben geschnittenen Knoblauch, das Wasser und wenig Salz zufügen und zugedeckt weich kochen. Bei uns hat dies ca. 20 Minuten gedauert, gelegentlich umrühren.

  3. Den Quark mit dem fein geschnittenen Bärlauch, den gezupften Blüten und den fein gezupften Blättern vom Wiesenschaumkraut vermischen.

  4. Den geriebenen Sbrinz zufügen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

  5. Die gekochten Kartoffeln mit dem Dipp anrichten, mit etwas Wiesenschaumkrautblüten bestreuen und geniessen.

 

Bemerkungen:

  • Die Kartoffeln eignen sich sowohl als Beilage als auch als vegetarisches Hauptgericht.
  • Mit gezupften Wiesenschaumkrautblüten garnieren.
Frühlingsrezept mit Wiesen-Schaumkraut

Die Autoren

Dominik Imhof

Dominik Imhof, aufgewachsen in Muotathal, entdeckte früh seine Leidenschaft für Wildpflanzen und Pilze. Nach einer Karriere als Handballspieler und einer Ausbildung zum Elektroingenieur vertiefte er sein Wissen in Ernährung und Gesundheit.

Er absolvierte Ausbildungen zum Fachberater für Selbstversorgung mit essbaren Wildpflanzen und Wildpilzen an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) sowie zum Heilpflanzenfachmann TEN. Heute teilt er seine Expertise in Exkursionen, Workshops und Gruppenevents.

Auf seiner Webseite finden Sie umfassende Informationen zu Wildpflanzen, aussergewöhnlichen Produkten und vielem mehr.

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Caro und Tobi Thaler

Caro und Tobi Thaler kreieren seit 2022 Rezepte für den Kräuternewsletter der EGK. Beide haben eine Lehre als Koch absolviert, sich später aber noch in anderen Richtungen weiterentwickelt. Caro im Sozialbereich, Tobi in der Technologiebranche.

Die Leidenschaft für das Kochen ist geblieben und diese vermitteln sie unter dem Motto «das Leben isst bunt» u. a. auf ihrem Rezeptportal foodwerk.ch. Ganz im Sinne der Familientradition steuert Tochter Liv ab und zu auch schon ein Rezept bei.

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