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Vater und Sohn pflanzen Baum

Königskümmel

Königskümmel (Ajowan) – Trachyspermum ammi / Doldenblütler = Apiaceae

Töpfchen mit Königskümmel und -Blättern

Geschichtliches

Woher der Königskümmel ursprünglich stammt, kann nicht hinlänglich belegt werden. Verschiedene Quellen sehen den Ursprung dieses Krauts in den Gegenden Ägyptens. Bereits im frühen Mittelalter gelangte Ajowan vom östlichen Mittelmeerraum und aus Ägypten nach Indien, Pakistan, Afghanistan und in den Iran.

In altgriechischen Schriften wird dieses Kraut Ammios und in Hindi Ajvain genannt. In verschiedenen schriftlichen Werken und besonders im Internet findet man leider teils sehr ungenaue und widersprüchliche Hinweise auf diese Pflanze, welche eine gewisse Mythologie mit sich verbindet

Botanik und Kultur

Zugegeben, der Königskümmel gehört in unseren Gegenden sicher nicht zu den bekanntesten Gewürzen. Trotzdem lohnt es sich, sich einmal etwas näher mit diesem exotischen Gewürz zu befassen.

Königskümmel kann man auch bei uns in der Schweiz im Garten kultivieren. Der beste Zeitpunkt für eine Direktsaat ins Freiland ist nach den letzten Frosttagen, also ab Mitte Mai. Wählen Sie einen nicht zu stark besonnten Standort aus. Es ist wichtig, dass der Boden vorgängig gut vorbereitet, sprich umgegraben und gelockert wurde. Eine Beimischung von Kompost ist zu empfehlen. Das frische Saatgut wird in Rillen, die man im Abstand von zirka 30 cm zieht, eingestreut und mit Erde bedeckt. Halten Sie die Erde stets feucht, vermeiden Sie aber unbedingt Staunässe. Nachdem die Saat aufgelaufen ist, vereinzelt man die Sämlinge.

Ajowan ist eine einjährige Pflanze, die bei guten Bedingungen eine Höhe von bis zu 50 cm erreichen kann. Zwischen den fein gefiederten Laubblättern erscheinen im Sommer kleine weiße Blüten. Die weissen Blütendolden des Ajowans werden, wie bei vielen anderen Doldenblütlern auch, gerne von Bienen und Hummeln besucht.

Verwendung in der Naturheilkunde

Ajowan wird in der ayurvedischen Heilkunde recht häufig als wirkungsvolle Heilpflanze verwendet. Durch Destillation der Früchte des Königskümmels kann das bekannte Ajowanöl gewonnen werden, das in der indischen Medizin als Bestandteil von Hustentropfen verwendet wird. Ajowan wird aber auch als Tee getrunken, zum Beispiel bei Verdauungsbeschwerden. Die Samen des Königskümmels regen die Verdauung insbesondere bei fetten und blähenden Speisen an. Zudem können sie lindernd bei Magenkrämpfen und Koliken wirken. Tröpfchenweise auf Zucker genommen, hilft Ajowan aber auch bei Kopfschmerzen und Migräne.

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass sie sich bei einem Drogisten oder Naturheilpraktiker entsprechend informieren sollten.

Verwendung in der Küche

Die getrockneten Samen des Ajowans haben ein starkes Aroma, das uns an Thymian erinnert. In der indischen Küche werden sie oft stärkehaltigen Gemüsen wie Kartoffeln oder Hülsenfrüchten beigemischt. Hülsenfrüchte spielen in der indischen Küche und auch zunehmend bei uns im Westen eine grosse Rolle. Ajowan unterstützt die Verdauung. Deshalb bietet es sich an, einige Samen über fettes Fleisch zu streuen, was die Speisen für den Magen bekömmlicher macht.

Es ist sinnvoll, die Samen zunächst kurz in Butter oder Öl anzubraten und diese dann dem Essen beizumengen. Geschmacksgebende Verbindungen werden so gelöst und besser im Gericht verteilt. Das Aroma wird spürbar verstärkt.

Als Würze für Suppen, Brot und allerlei Gebäck, für Bratäpfel oder Käse könnte man an Stelle unseres heimischen Kümmels (Carum carvi) die Samen des Königkümmels verwenden. So lassen sich neue, spezielle und gluschtige Gerichte und Kochvariationen kreieren.

Falls Sie keinen Garten haben oder Ihnen der gründe Daumen fehlt, sind die Samen des Ajowans in ausgesuchten Kräutershops erhältlich.

Gebackene Kürbisschnitze mit Königskümmel

Rezept: Kürbisschnitze mit Königskümmel

Zutaten: 

  • 1 kg Kürbis (z.B. Hokkaido)
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 TL Königskümmel oder Kreuzkümmel
  • 6 EL Olivenöl
  • wenig Salz

 

Zubereitung:

  1. Kürbis längs halbieren, Kerne herausschaben und in Schnitze schneiden. Die Schnitze mit dem Sparschäler schälen.
  2. Backofen auf 220°C vorheizen.
  3. Knoblauch pressen, Königskümmel oder Kreuzkümmel im Mörser zerstossen.
  4. Knoblauch, Kreuzkümmel, Olivenöl und wenig Salz zu einer Marinade verrühren.
  5. Kürbisschnitze auf ein Backblech legen, diese mit der Marinade rundum bepinseln.
  6. Blech in den Ofen schieben und 20-25 Minuten backen.

Tipp: Zu Salat oder Fleisch servieren.

Die Autoren

Christian Fotsch

Christian Fotsch betreibt eine eigene Kräuter- und Heilpflanzengärtnerei in Brienz im Berner Oberland. Zudem obliegt ihm die Pflege der Kräuter- und Heilpflanzengärten im Freilichtmuseum Ballenberg sowie die Produktion von Pflanzen für die alpinen Schaugärten der Ricola AG. In seinen Kursen öffnet er den Teilnehmenden die Augen für die Heilkräfte der einheimischen Pflanzenwelt.


Brigitte Speck

Brigitte Speck ist Ernährungsberaterin mit eigener Praxis. Sie bietet Kochkurse für Kinder an. Dass diese immer ausgebucht sind, beweist, dass sie gesunde Ernährung mit höchstem Genuss zu verbinden weiss. Von ihr sind verschiedene erfolgreiche Kochbücher zum Thema Stevia und Kinderernährung erschienen. 

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