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Prämienkorrektur 2017

Prämienkorrektur und Einmalzuschlag - was steckt dahinter?

Hintergründe zur Prämienkorrektur in der Grundversicherung

Im März 2014 hat das eidgenössische Parlament beschlossen, die in den Jahren 1996 bis 2013 aufgelaufenen kantonalen Prämienungleichgewichte in der sozialen Krankenversicherung teilweise auszugleichen.

Die Ungleichgewichte rühren daher, dass die Versicherten in einigen Kantonen – gemessen an ihren Leistungskosten – anteilsmässig mehr an die Kosten der Grundversicherung bezahlt haben als in anderen Kantonen; trotz behördlicher Prämiengenehmigung. Die Krankenversicherer haben sich über all die Jahre stets an die rechtlichen Vorgaben der Prämiengestaltung gehalten.

Das Ungleichgewicht bei den Prämieneinnahmen soll innerhalb von drei Jahren, nämlich zwischen 2015-2017 abschliessend ausgeglichen werden. Insgesamt müssen in diesen drei Jahren CHF 800 Mio. ausgeglichen werden.

 

Wie werden die CHF 800 Mio. finanziert?

Es gibt dafür drei Quellen, die je einen Drittel davon übernehmen müssen:

  • Versicherte mit Wohnsitz jener Kantone, die zwischen 1996 und 2013 zu wenig bezahlt haben
  • Bund
  • Krankenversicherer

 

Das bedeutet konkret:

  • Die Versicherten jener Kantone, die zu tiefe Prämien bezahlt haben, bezahlen ihren Anteil am Prämienausgleich mit einem Prämienzuschlag während maximal drei Jahren (2015-2017).
  • Der Bund bezahlt seinen Anteil von CHF 266 Mio. verteilt auf drei Jahre in gleichen Tranchen aus den allgemeinen Steuergeldern.
  • Die Krankenversicherer bezahlen ihren Anteil Ende 2016. Sie finanzieren die CHF 266 Mio. mit einem Einmalzuschlag auf die Prämien der Versicherten. (Jene Krankenversicherer, welche übermässige Reserven haben, können den Betrag auch aus den Reserven nehmen. Dies ist bei der EGK nicht der Fall.)

 

Prämienkorrektur 2017

Im Jahr 2017 wird bei den Versicherten kein Prämienzuschlag mehr erhoben. Im Juni erhalten die Versicherten, die am 1. Januar 2017 ihren Wohnsitz in den Kantonen ZH, ZG, FR, AI, GR, TG, TI, VD und GE haben, eine Prämienrückerstattung.

 

Was heisst das für EGK-Versicherte?

Für die Versicherten der EGK-Gesundheitskasse hat die Prämienkorrektur 2017 die folgenden Konsequenzen:

  • Die EGK wird den  Rückerstattungsbetrag (PABS) den Versicherten von der Juni-Prämie 2017 abziehen. Dieser beträgt für Versicherte mit Wohnsitz per 1. Januar 2017 im jeweiligen Kanton den folgenden Betrag:

    ZH

    CHF 71.15

    ZG

    CHF 25.65

    FR

    CHF 31.45

    AI

    CHF 39.90

    GR

    CHF 1.00

    TG

    CHF 92.60

    TI

    CHF 118.05

    VD

    CHF 167.80

    GE

    CHF 112.30

Bei Fragen ist die für Sie zuständige Agentur gerne für Sie da.

Weiterführende Informationen: https://www.bag.admin.ch